Sachstand zur Westumgehung Pulheim-Sinnersdorf


Die CDU-Landtagsabgeordnete für den Rhein-Erft-Kreis Rita Klöpper hat sich auf Bitten der CDU-Sinnersdorf erneut an Landesbauminister Groschek gewandt und nach dem aktuellen Sachstand beim Thema Westumgehung Sinnersdorf gefragt (Kleine Anfrage 5398, LT-Drs. 16/13630). Schon seit Jahren besteht der Eindruck, dass die rot-grüne Landesregierung den Bau nicht zügig umsetzen will.

Aus der Antwort der Landesregierung ergibt sich, dass der Baubeginn aktuell nach Ostern 2017 geplant sei, wobei dann zunächst mit dem Bau des neuen Kreisverkehrs im Norden, in der Nähe zu dem bereits bestehenden Kreisverkehr, am Ortsausgang Richtung Stommeln begonnen werden soll.

Ob der Bau der Straße durch Natur- oder Tierschutzfragen weiter verzögert werden könnte, lässt die Landesregierung offen. Es sei eine artenschutzrechtliche Untersuchung zum Feldhamstervorkommen durchzuführen. Ebenso nebulös fällt die Antwort auf die Frage aus, ob alle erforderlichen Grundstücke für den Bau der Straße erworben seien. Bis jetzt ist dies anscheinend nicht der Fall, denn die Landesregierung verweist lediglich darauf, dass alle erforderlichen Grundstücke rechtzeitig erworben werden. Die Flächen für den neuen Kreisverkehr im Norden stünden aber im Eigentum des Landes.

Heißt im Klartext: Nach Ostern wird erst einmal ein Kreisverkehr auf dem Feld gebaut und danach wird versucht, die übrigen Grundstücke zu erwerben.

Insgesamt kann damit immer noch kein Datum genannt werden, wann die Straße nach jahrzehntelangen Diskussionen und Versprechen an die Sinnersdorfer Bevölkerung fertiggestellt werden kann. Obwohl die Westumgehung schon seit Jahren zur Entlastung des Sinnersdorfer Ortskerns benötigt wird, schiebt die rot-grüne Landesregierung die Realisierung immer noch weiter auf die lange Bank.