Foto: CDU/Giso Bammel

Bürgerentscheid am 25. Juni 2017


In seiner Sitzung am 4. April 2017 hat der Rat der Stadt Pulheim die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens zum Friedhofskonzept festgestellt, dem Bürgerbegehren selbst aber mehrheitlich nicht entsprochen.
Daher soll nun am 25. Juni 2017 über die folgende Frage entschieden werden:

„Soll der Ratsbeschluss vom 15.11.2017 der Stadt Pulheim, die gelben Flächen der Friedhöfe mit den Gräbern der Verstorbenen auslaufen zu lassen, nach Ablauf der Grabnutzungsrechte zu entwidmen, und einer anderen Nutzung zuzuführen, aufgehoben werden?“

Die CDU Pulheim empfiehlt, diese Frage mit NEIN zu beantworten:

  • Bis die Nutzungsdauer der letzten Grabstätte endet, werden die Grabflächen im ‚gelben Bereich‘ bestehen bleiben. Auch Verlängerungen sind unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin möglich.
  • Niemand wird gedrängt, seine oder die Grabstätte Angehöriger zu verändern.
  • Wenn alle Nutzungsrechte in einem Bereich erloschen sind, setzen wir uns dafür ein, diese Flächen als Grünfläche oder Parkanlage zu erhalten, so dass die Totenruhe gewahrt bleibt. Das gilt für die Zukunft, wie für ältere städtische Friedhöfe wie den Barbarapark, auf denen heute keine Beisetzungen mehr erfolgen.

Neue Bestattungsformen werden gewünscht, die in unserer Friedhofssatzung bisher nicht zugelassen waren. Viele Menschen entscheiden sich für ein Urnengrab statt des traditionellen Sarggrabes. Pflegefreie Grabformen werden immer mehr nachgefragt. Durch diese Entwicklung ist die Anzahl der belegten Gräber auf den Friedhöfen in Pulheim extrem gesunken. So waren 2002 insgesamt noch ca. 12.000 Gräber vorhanden, 2016 waren es nur noch ca. 7.750.

Um den kulturell wertvollen Bestand der Friedhöfe und eine Stabilisierung der Friedhofsgebühren sicherzustellen, müssen wir den Friedhofsbetrieb verbessern. Auf Grundlage des Friedhofskonzeptes setzt sich die CDU dafür ein, dass einige künftig nicht mehr benötigte Bestattungsflächen im Laufe der nächsten Jahrzehnte Grünanlagen werden.
Einsparungen bei den Kosten entlasten dabei nicht die Stadtkasse, sondern kommen über stabile Friedhofsgebühren den Bürgerinnen und Bürgern zugute.

Voraussetzung für die Teilnahme am Bürgerentscheid ist die Vollendung des 16. Lebensjahres und die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines Mitgliedsstaates der EU.
Die Abstimmungsbenachrichtigungen werden ab Mittwoch, 31. Mai, bei den Wählerinnen und Wählern eingehen. Wer am Abstimmungstag nicht vor Ort ist, kann auch im Wahlbüro im Rathaus, Raum 46 (EG) ab Donnerstag, 1. Juni 2017 (Öffnungszeiten Rathaus) die Briefabstimmungsunterlagen abholen oder den Abstimmungszettel direkt vor Ort ausfüllen und in eine Wahlurne zu stecken.

Für weitergehende Informationen und Definitionen verweisen wir auf unseren Informationsflyer, den Sie über nachstehenden Link herunterladen können:
pdfFlyer_Bürgerbegehren_V7_23-05-2017_mit_Logo.pdf