Bild: CDU, Markus Schwarze

Erfolgreiche Veranstaltung zu Förderschulen und Inklusion im Kreis


Wie organisieren wir im Rhein-Erft-Kreis Förderunterricht nach den Änderungen des Schulgesetzes in Bezug auf Elternrecht, Ausstattung der Regelschulen und Fortbestand der Förderschulen? Zu diesem Thema hatte sich eine ganze Reihe interessierter Bürgerinnen und Bürger auf Einladung der CDU Pulheim im Ratssaal des Rathauses eingefunden.

Der Vorsitzende Werner Theisen freute sich, neben dem fachlich versierten Referenten Anton Josef Cremer, Dezernent des Rhein-Erft-Kreises, viele sachkundige Zuhörer von betroffenen Schulen und Einrichtungen begrüßen zu können. Herr Cremer stellte klar und übersichtlich die derzeitige Situation von Förderschulen im Kreis dar und erläuterte die sich aus dem Schulrechtsänderungsgesetz ergebenden Forderungen an die Schulträger. Die Situation im Kreis ist nicht einfach, da einige Städte, der Kreis, der Landschaftsverband und ein privater Träger eine vielfältige Trägerlandschaft bilden, die nach dem Willen des Gesetzgebers neu geordnet werden muss.

Man geht davon aus, dass vor allem die Schüler mit den Förderschwerpunkten „Lernen" und „Sprache" verhältnismäßig leicht an den Regelschulen unterrichtet werden könnten. Daher wird es schwierig werden, für die verbleibenden Schüler Schulen in zumutbarer Entfernung vom Wohnort vorzuhalten. Das Schulrechtsänderungsgesetz nimmt mit seinen Regelungen wenig Rücksicht auf die Situation vor Ort und schafft mit der geforderten Mindestgröße pro Schule unzumutbare Voraussetzungen für Eltern, die ihre Kinder auch zukünftig an Förderschulen unterrichtet sehen wollen.

In der anschließenden Diskussion wurden vor allem die Bedenken von Fachleuten aus dem Schulbereich vorgetragen, die fehlende Ressourcen für die Unterrichtung der Schüler an den Regelschulen reklamierten. Nach einvernehmlicher Meinung der Anwesenden wurde die Gesetzesänderung übers Knie gebrochen und lässt diejenigen, die es umsetzen sollen, ohne die notwendigen Mittel für Personal und Finanzen allein.

Die CDU Pulheim wird sich weiter intensiv mit dem Thema befassen, damit der gute Pulheimer Standard in Bezug auf Förderunterricht und Inklusion nicht im Rahmen einer populistischen und vorschnell beschlossenen Gesetzgebung in NRW geopfert werden muss.