Arbeitsprogramm 2014 – 2020


Im Dialog mit allen Menschen in unserer Stadt wollen wir zusammen mit unserem Bürgermeister Frank Keppeler die gute Entwicklung Pulheims fortsetzen. Seit mehr als 40 Jahren haben Frauen und Männer der CDU für die Gestaltung von Pulheim Verantwortung übernommen. Kompetent und engagiert vertreten wir im Stadtrat die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger. Wir arbeiten intensiv an der Gestaltung der Gegenwart und einer guten Zukunft unserer Stadt.

In diesem Papier beschreiben wir unsere Vorstellungen für die Entwicklung Pulheims. Wir wollen Klartext reden über das, was in dieser Stadt möglich ist und was nicht. In vielen Gesprächen kristallisieren sich schnell die Themen heraus, die den Menschen wichtig erscheinen. Wir greifen sie auf, setzen sie zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern um und geben dadurch unserer Stadt ein unverwechselbares Gesicht.

Pulheim – Zukunft nur mit einer vernünftigen Finanzpolitik

Wie Privatpersonen müssen wir auch mit den zur Verfügung stehenden Mitteln wirtschaften. Deshalb müssen wir Prioritäten setzen. Die Entscheidung für eine Sache ist auch immer eine Entscheidung gegen etwas anderes.

Wie die privaten Haushalte mussten die Kommunen in den letzten Jahren immer höhere Abgaben und Belastungen verkraften. In vielen Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens mussten durch Sparmaßnahmen und Zusatzbelastungen deutliche Einschnitte vorgenommen werden. Liebgewordene Leistungen der Städte mussten reduziert oder ganz eingestellt werden. Häufig sind die Folgen dieser Maßnahmen auch im Stadtbild nicht zu übersehen.

Wir haben in Pulheim in den letzten Jahrzehnten trotz oder gerade wegen sparsamen und soliden Haushaltens dafür sorgen können, dass wir alle notwendigen und viele wünschenswerte Projekte finanzieren konnten. Trotz der schwierigen Finanzlage der öffentlichen Hand und immer neuer und zusätzlicher Aufgaben sind wir bisher ohne ein Haushaltssicherungskonzept – das Rat und Verwaltung handlungsunfähig machen würde - ausgekommen. Wir sind damit auch weiterhin in der Lage, alle Entscheidungen für die Entwicklung unserer Stadt ohne Fremdbestimmung zu treffen. Das hat uns auch ermöglicht, Projekte zu verwirklichen, die anderswo nicht mehr finanzierbar sind.

Unser oberstes Ziel muss es sein, weiter sparsam und solide zu wirtschaften, um künftigen Generationen diesen wichtigen Handlungsspielraum zu erhalten. Wir dürfen nur das verbrauchen, was wir auch selbst finanzieren können.

Die CDU Pulheim steht für nachhaltige Finanzpolitik.

Pulheim – eine Stadt für Familien und Bildung

Unser gesamtes politisches Handeln in Pulheim steht unter dem Anspruch, dass alle Menschen, die hier wohnen, sich wohlfühlen und alles vorfinden, was sie zum Leben brauchen. Wir kümmern uns um die Sicherheit der Bevölkerung. Wir kämpfen für den Erhalt der Polizeiwache und sorgen für eine gute Ausstattung der Feuerwehr.

Wir wollen ein Wohnort für junge Familien bleiben und gleichzeitig allen Generationen eine lebens- und liebenswerte Stadt bieten. Dazu gehören vielfältige Angebote, die das Leben in Pulheim attraktiv machen.

Für die meisten Familien ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine wichtige Voraussetzung bei der Wohnortwahl. Dieser gesellschaftlichen Forderung stellen wir uns seit Jahren. Wir sorgen mit vielen Einrichtungen dafür, dass Familien, die in Pulheim wohnen und nach Pulheim kommen, sich hierauf verlassen können.

Seit vielen Jahren garantieren wir in Pulheim den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren werden wir erfüllen: Mit diesem Ziel wurden viele Betreuungseinrichtungen erweitert und zwei neue Kindertagesstätten in 2013 in Dienst gestellt.

Alle Grundschulen sind als offene Ganztagsschulen wichtiges Glied im Betreuungsangebot der Stadt Pulheim. Den Pulheimer Familien wird mittlerweile für über 1000 Kinder diese Möglichkeit angeboten.

Die Gymnasien und Realschulen in Pulheim und Brauweiler werden bei ihrer Entwicklung zu Ganztagsschulen intensiv unterstützt. In einem ersten Schritt wurden an beiden Schulzentren moderne Mensen gebaut. Neben ihrer Funktion als Kantine bieten sie den Schulen zahlreiche zusätzliche Möglichkeiten zur Gestaltung von Unterricht.

Aus neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Hirnforschung und der Pädagogik wissen wir, dass Schulen sich verändern müssen, um unseren Kindern beste Bildung anzubieten. Außerdem zeigt die Schulwahl der Eltern, dass wir das Angebot an Schulformen der veränderten Nachfrage anpassen müssen. Um hier das Richtige zu tun, beschäftigen wir uns seit mehreren Jahren mit allen an Bildung Beteiligten in unserer Stadt an dem Projekt „Bildungslandschaft Pulheim“! Die Einrichtung eines Bildungsbeirates und eines Bildungsbüros sind wichtige Schritte auf diesem Weg.

Wir werden aufmerksam bleiben, wenn sich neue Notwendigkeiten ergeben und diese wie immer frühzeitig in unsere politischen Entscheidungen einbeziehen. Unsere Arbeit an den Fragen und Erkenntnissen zur demographischen Entwicklung zeigt uns ziemlich genau, was wir tun müssen, damit wir als Stadt für alle Generationen ein interessanter Wohnort bleiben und für neue Bürgerinnen und Bürger attraktiv sind.

Die Wanderungsbewegungen in der Region können wir für uns nutzen, damit wir unseren Bevölkerungsstand halten und damit auch weiter alle Infrastruktureinrichtungen bezahlbar bleiben. Eine Fortsetzung der Ansiedlung neuer Mitbürger durch Ausweisung von Baugebieten trägt dazu bei, die Einwohnerzahl zu stabilisieren. Aus der Lage im Speckgürtel Kölns ergibt sich, dass die Nachfrage nach Grundstücken ungebrochen ist.

Zur Attraktivität gehört auch, dass wir neben der wichtigen Aufgabe, für gute Bildung zu sorgen, die Interessen der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger berücksichtigen.

Die Gestaltung von zukunftsorientierten Wohn- und Lebensformen für alte und hochbetagte Menschen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Gemeinsam werden wir uns für generationenübergreifendes Wohnen und wohnortnahe Betreuung und Begleitung einsetzen. Die Erhaltung außerhäuslicher Mobilität ist ein zentraler Punkt für Lebensqualität im Alter. Wir setzen uns für ein barrierearmes Wohnumfeld ein und berücksichtigen die Lebensstile und Lebensführung der künftigen „neuen Alten“, indem wir den Veränderungsprozess zur wohnortnahen individuellen Pflege begleiten. Nur in Wohnquartieren mit dezentraler pflegerischer Versorgung ist soziale Betreuung und gegenseitige Hilfe leist- und finanzierbar. Wir wollen für uns und die zukünftigen Generationen ein selbstbestimmtes Wohnen und Leben im Alter ermöglichen. Wir setzen uns für ein Höchstmaß an Selbstbestimmung, Individualität und Privatheit unserer Bürgerinnen und Bürger ein.

Wir nehmen die gesellschaftliche Aufgabe von Inklusion in allen Lebensbereichen ernst und werden alle zukünftigen Maßnahmen in der Stadt auf den Einklang mit der Forderung nach Inklusion prüfen.

Pulheim – eine Stadt mit Entwicklung und Arbeitsplätzen

Die Stadt Pulheim hat sich seit der kommunalen Neugliederung in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts kontinuierlich zu einem attraktiven Mittelzentrum entwickelt. Dazu hat die CDU als prägende Kraft von Anfang an einen entscheidenden Beitrag geleistet.

Unter dem Leitsatz „Dörfer bilden eine Stadt“ haben wir dafür gesorgt, dass neben dem Stadtzentrum in Pulheim alle Stadtteile gleichmäßig weiter entwickelt wurden. Allen Stadtteilen wurden ihre Eigenheiten belassen. Die notwendige Infrastruktur für die Nahversorgung, die Ausstattung mit Kindergärten, Schulen und Freizeiteinrichtungen wurde attraktiv ausgebaut.

In den letzten Jahren wurden viele Projekte zur Abrundung und Aufwertung unserer Orte abgeschlossen. So sind der Stadtgarten und der Barbarapark neu gestaltet und der Nordpark in der 1. Ausbaustufe fertig gestellt. Der Umbau des Kirchenvorplatzes in Sinnersdorf sowie der Ausbau der Bahnhofsumfelder in Pulheim und Stommeln konnten realisiert werden. Mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus in Geyen und der Ansiedlung des dortigen Supermarkts wurden Sicherheit und Nahversorgung deutlich verbessert. Im Gewerbegebiet Pulheim ist ein großes Logistikzentrum mit vielen Arbeitsplätzen entstanden. Weitere kleinere aber wichtige Projekte konnten abgeschlossen werden, die den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen.

Jeder Pulheimer soll sich in seinem Stadtteil wohlfühlen. Deshalb werden wir die Individualität unserer Stadtteile und deren Entwicklung wie in der Vergangenheit besonders im Auge behalten. Wir werden darauf achten, dass alle Stadtteile sich gleichmäßig weiter entwickeln.

Viele interessante Projekte liegen noch vor uns oder werden in Kürze realisiert.

Die Neugestaltung des Guidelplatzes in Brauweiler tritt nach vielen Jahren der Planung und Vorbereitung nun in die entscheidende Phase. Durch das Konzept, das umgesetzt wird, bekommt Brauweiler einen attraktiven Mittelpunkt. Auch die Verkehrssituation in der Ortsmitte von Brauweiler muss optimiert werden.

Mit dem Umbau des Kreuzungsbereichs der Venloer Straße und dem Neubau eines Kreisverkehrs Venloer Straße / Hagelkeuzstraße in Stommeln wird Mitte 2014 begonnen. Die Bäderlandschaft in Pulheim wird durch die Zusammenlegung des neuen Hallenbades mit dem Freibad in Stommeln aufgewertet. Alle Maßnahmen zur Umsetzung sind in die Wege geleitet.

Ein weiteres für die Stadt wichtiges Großprojekt befindet sich ebenfalls in der Realisierungsphase: die Ansiedelung eines großen Möbelmarktes im Gewerbegebiet, neben dem Logistikzentrum. Hier entstehen 600 - 800 neue Arbeitsplätze.

Beim Straßenbau setzen wir uns für wichtige Umgehungsstraßen ein. Für Sinnersdorf wird die Planung derzeit konkretisiert. Auch für den Bau der Umgehungsstraße in Brauweiler werden wir uns intensiv engagieren.

Die steigende Lebenserwartung lässt in Pulheim den Anteil der älteren Menschen anwachsen. Die sich verändernde Altersstruktur in unserer Stadt erfordert eine Überprüfung aller neuen Projekte auf generationengerechte Rahmenbedingungen. Auf diesem Weg wollen wir auch dafür sorgen, dass die
gesellschaftliche Aufgabe Inklusion in unserer Stadt erfüllt wird.

Ein wichtiger Bereich der Stadtentwicklung sind unsere Modelle zur Ansiedlung von Neubürgern. Dabei werden wir bei zukünftigen Baugebieten dem Bedarf an Miet- und Eigentumswohnungen Aufmerksamkeit schenken.

Zur Schonung von Freiflächen arbeiten wir intensiv an der Schließung von Baulücken und überprüfen, ob durch Verdichtung von Innenbereichen der Stadtteile zentrennahe Wohnmöglichkeiten geschaffen werden können. Die Modernisierung der Wohngebiete in den ältesten Vierteln unserer Stadt sehen wir als wichtige Zukunftsaufgabe, damit dort auch zukünftig attraktives Wohnen möglich bleibt.

Pulheim – eine Stadt für Freizeit und Kultur

Das kulturelle Leben in unserer Stadt ist sehr vielfältig. Es wird großenteils von Vereinen und Interessengruppen gestaltet. Chöre, Theatergruppen, Karnevalsgesellschaften, Schützenvereine, Sportvereine und viele andere Beteiligte bereichern das Zusammenleben in der Stadt. Die kulturelle Vielfalt wird oft von wenigen ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern gestaltet und für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung gestellt.

Die Stadtbild-Intervention, das Synagogenprojekt und die Kunsttage in Brauweiler sind weit über die Grenzen Pulheims bekannt und prägen das Bild unserer Stadt mit. Wir unterstützen alle Bemühungen, die Abtei Brauweiler, historischer Mittelpunkt unserer Stadt, zum europäischen Kulturzentrum auszubauen.

Der Nordpark als Teil des geplanten Grüngürtels steht uns allen bereits als Erholungsfläche neu zur Verfügung und wird von der Bevölkerung gut angenommen. Ein Ausbau der ausgewiesenen Flächen wird in den nächsten Jahren erfolgen.

Der Pulheimer See wird ein fester Bestandteil im Freizeitangebot unserer Stadt. Über die heutigen Nutzungen hinaus sollen dort ein Badestrand und Wandermöglichkeiten zusätzliche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung bieten. Für den Schul- und Vereinssport entstehen in 2014 und 2015 Kunstrasenplätze in Pulheim und Brauweiler.

Mit unserer sparsamen Haushaltspolitik haben wir maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Maßnahmen auch verwirklicht werden können.

Eine Gesellschaft aktiver Bürger ist ein Pluspunkt im Leben einer Stadt. Ohne sie wären viele Dinge nicht möglich. Die kulturellen Vereine, Rettungsdienste wie freiwillige Feuerwehr, DLRG und Rotes Kreuz leisten großartige Arbeit zum Wohle der Gemeinde und ihrer Bürger. Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt und andere Gruppen mit sozialen Zielsetzungen sind mit einer Vielzahl ehrenamtlich tätiger Frauen und Männer aktiv. Viele kirchliche Organisationen sind im Bereich von Jugend- Familien- und Seniorenarbeit tätig. Alle diese Menschen verdienen unsere Unterstützung bei ihrer Arbeit. Ohne ihr Engagement wäre unser Gemeinwesen deutlich ärmer.

Mut zur Verantwortung

Die CDU Pulheim hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als verlässliche Kraft in der Stadtpolitik erwiesen. Wir waren auch in schwierigen Zeiten zu klaren Aussagen bereit und konnten trotz angespannter Haushaltslage wichtige Entscheidungen für die Zukunft Pulheims treffen.

Aufgrund der Leistung der Pulheimer Bürgerinnen und Bürger konnte in die städtische Infrastruktur investiert und unsere Stadt auf die Herausforderungen der demographischen Entwicklung der nächsten Jahre vorbereitet werden.

Wir haben aber auch dort Verantwortung übernommen, wo es angesichts fehlender finanzieller Spielräume schwierig wurde, ohne strukturelle Veränderungen einfach weiter zu machen; kurzum: „Feste Ziele“ und „Klarer Kurs“ haben unsere Politik bestimmt.

An diesen Politikstil wollen wir auch in den vor uns liegenden Jahren gemeinsam mit Bürgermeister Frank Keppeler anknüpfen.