Vortragsveranstaltungen

Dr. Georg Kippels, MdB

Gespräch über "TTIP" im Pulheimer Schützenhaus


Angesichts der breiten öffentlichen Debatte zu TTIP, die nicht immer sachlich geführt wird, hatte der CDU Stadtverband Pulheim zur Information und zum Gespräch ins Pulheimer Schützenhaus eingeladen. Der Bundestagsabgeordnete, Dr. Georg Kippels aus Bedburg, informierte intensiv über den derzeitigen Stand der Verhandlungen und stand auch zur Diskussion zur Verfügung.

Nicht zuletzt durch die Bundestagswahl, die Europawahlen und die kurz bevorstehenden Parlamentswahlen in den Vereinigten Staaten befinden sich die Verhandlungen immer noch in einer Frühphase. Entscheidungen wurden noch keine getroffen, aber die Ziele sind definiert. Alle Verhandlungsergebnisse werden zeitnah auf einer Homepage der EU unter der nachfolgenden Adresse veröffentlicht: http://ec.europa.eu/trade/policy/in-focus/ttip

Dr. Georg Kippels, MdBSchon heute werden für rund 2 Milliarden Euro Güter und Dienstleistungen zwischen der EU und den USA gehandelt – täglich! Die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (kurz „TTIP“) soll diesen Handel vereinfachen und für alle günstiger machen. Mit TTIP sollen Warenzölle an den Grenzen wegfallen: Das macht Ein- und Ausfuhren günstiger. Unterschiedliche technische Regelwerke und Zulassungsverfahren sollen vereinfacht werden: Ein Auto, das nach langen Tests in Deutschland als straßentauglich gilt, müsste dann nicht noch teure Sicherheitsprüfungen in den USA durchlaufen.

Ersparnisse in Millionenhöhe für Unternehmen bedeuten hunderttausende neue Arbeitsplätze. Und mehr Kaufkraft. Über 800 Millionen Menschen in Europa und den USA würden direkt von TTIP profitieren.

Bei TTIP geht es, wie bei allen Abkommen in der Vergangenheit, vor allem um den Abbau von Handelsschranken. Ob Zölle oder Bürokratie, fast alle Branchen und Produkte werden dabei abgedeckt. Nicht nur Unternehmen haben etwas davon, sondern auch jeder einzelne Bürger und Verbraucher. Denn durch den Abbau von Hindernissen im Handel können Produkte günstiger angeboten werden. So erreichen Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks neue Kunden. So entstehen neue Absatzmärkte. So entstehen auch neue Arbeitsplätze.

Neue Hindernisse sollen gar nicht erst entstehen. Gibt es Pläne einer Seite, wird die andere vorher informiert. So kann man Neuregelungen gemeinsam entwickeln.

Schaut man zurück auf die letzten 60 – 70 Jahre waren es immer die Freihandelsabkommen die Schübe in der wirtschaftlichen Entwicklung auslösten. Das begann mit der Gemeinschaft für Kohle und Stahl, die EWG, die EG, die EU, die EFTA. Weltweite Abkommen wie GATT und die Assoziierungsabkommen der EG und EU mit zahlreichen Staaten in der ganzen Welt haben vor allem auch immer uns genutzt.