Neujahrsempfang der Senioren-Union Pulheim

Der Vorsitzende der Senioren-Union, Siegbert Renner, konnte am Samstag, 4. Januar, beim Neujahrsempfang über hundert Gäste im Saal des Schützenhauses begrüßen.

Unter den Ehrengästen waren der Bürgermeister Frank Keppeler, die 1. stellv. Bürgermeisterin Elisabeth Rehmann, der Hauptredner Prof. Dr. Wolfgang Bergsdorf, Präsident a. D. der Universität Erfurt, Frau Prof. Dr. Dr. Lehr, Bundesfamilienministerin a. D., bahnbrechend auf dem Gebiet der Altersforschung, und stellv. Vorsitzende der BAGSO, Dr. Bernhard Worms, Staatssekretär a. D. und langjähriger Präsident der ESU, Ehrenbürger der Stadt Pulheim, Dr. Wolfgang Lerch, Vorsitzender der Hospiz Pulheim sowie Dr. Georg Kippels MdB. Außerdem wurden einige Vertreter des Rates der Stadt Pulheim und des Kreises sowie die Ortsvorsteherinnen von Geyen/Sinthern/Manstedten Birgit Baus und von Stommeln Maria Schmidt begrüßt.

Prof. Dr. Bergsdorf ging in seiner Rede auf die Ängste und Wünsche der Menschen ein und hob die Bedeutung und Bewahrung der Demokratie hervor: „Wir haben im vergangenen Jahr den 70. Geburtstag unseres Grundgesetzes gefeiert. Wir haben allen Grund stolz zu sein, dass unsere Verfassungsväter und -mütter uns durch ihre Arbeit jahrzehntelang größtmögliche Stabilität im Politischen verschafft haben.

Uns ist es in den 70 Jahren gelungen in Frieden zu leben und den abstrakten Inhalt des 1. Artikel unseres Grundgesetzes, nach dem die Würde des Menschen unantastbar ist, immer wieder mit konkretem Leben zu füllen.

Es ist nicht verwunderlich, wenn heute viele Menschen das Gefühl haben, die Welt sei aus den Fugen geraten. Der Krieg in Syrien,  der verdeckte Krieg in der Ostukraine, die Annexion der Krim, die Kriege in den zerfallenen Staaten Ostafrikas, die von Diktaturen bedrohten Länder in Südamerika, die weltweiten Flüchtlingsströme und schließlich die Bedrohungen und Versuchungen einer radikalen Klimapolitik reichen als Stichworte, wie sich die politischen Probleme in der Welt in den letzten Jahren kumuliert haben. Vielerorts hat die Bindungskraft der Volksparteien abgenommen, und das eröffnet neuen Parteien ein Wählerpotenzial.

So erscheint der Populismus nicht als eine spezifische Organisationsform, nicht als in einem bestimmten Milieu wurzelnde Bewegung, sondern als Zeichen des Aufbegehrens im Namen des Volkes gegen „die da oben“. Wir müssen davon ausgehen, dass in den kommenden Jahren Desinformationen, halbierte Wahrheiten und erfundene Behauptungen (Fake News) die öffentliche Debatte beeinflussen. 

Wir müssen darum kämpfen, dass Wahrheit nicht nur ein sentimentales Wort aus der Welt von gestern wird, sondern ein Begriff bleibt, der auf einem öffentlichen Forum in kontroverser Debatte klärt, was wahr ist und was unwahr. Das ist vor allem in diesem Jahr nötig, in dem nur wenige Wahlen anstehen: zunächst Bürgerschaftswahlen in Hamburg am 23. Februar, dann im März Kommunalwahlen in Bayern und dann im September Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen. Die liberale Demokratie, so wie wir sie in den letzten sieben Jahrzehnten kennen- und schätzen gelernt haben, wird in Europa und auch in Deutschland einem Härtetest unterzogen werden.“

Bürgermeister Frank Keppeler legte dar, dass die Stadt Pulheim finanziell auch für die Zukunft gut aufgestellt ist und Schulden abgebaut werden konnten. Die Rathauskreuzung ist in jeder Hinsicht gelungen und der Verkehr läuft dort reibungslos. In diesem Jahr wird ein neuer Kindergarten im Neubaugebiet „Am Bach“ gebaut und der Kindergarten „An der Kopfbuche“ bezogen. Im Schulzentrum Brauweiler werden insgesamt 4,8 Millionen Euro für Klassenräume und Mensa ausgegeben und der Guidelplatz wird im August eingeweiht. Für das Schulzentrum Pulheim werden 1 Million Euro an Planungskosten bereitgestellt und ab 2021 bis 2023 jährlich 5 Millionen ausgegeben. Die Sinnersdorfer können sich in diesem Jahr über einen Kunstrasenplatz freuen. Für die ältere Bevölkerung wird es am 4. Juni einen Seniorenfachtag geben.

Neujahr 2020 1

Eine Gruppe Sternsinger unter Leitung von Frau Elisabeth Buchholz bildete den Abschluss.In diesem Jahr sammeln die Sternsinger für Kinder im Libanon mit dem Motto „Segen bringen, Segen sein – wir wollen Frieden im Libanon und weltweit.“