Fraktionen von CDU und SPD wollen Kurzzeitvermietungen in Pulheim regulieren
21. Oktober 2026
Der gemeinsame Antrag sieht vor, dass die Verwaltung prüfen soll, auf welchem Wege die stetige Zunahme an Kurzzeitvermietungsangeboten in Pulheim reguliert werden kann. Die beiden Fraktionsvorsitzenden Michael Kahsnitz (CDU) und David Hochhausen (SPD) erläutern ihren Antrag:
„Die dauerhafte Entziehung von Wohnungen aus dem regulären Wohnungsmarkt ist angesichts des allgemeinen Wohnungsmangels nicht hinnehmbar. Ob eine Regulierung mittels einer Wohnraumschutzsatzung oder auf anderem Wege erfolgen sollte, muss jetzt geklärt werden.“
Grundsätzlich werden Kurzzeitvermietungen von Kahsnitz und Hochhausen kritisch eingeschätzt. Aktuell sorgt ein Objekt mit zahlreichen Wohnungen in Dansweiler für negative Schlagzeilen. Bei einem Treffen von Fraktionsvertretern und Anwohnenden vor wenigen Wochen war der Antrag bereits in Aussicht gestellt worden.
Außerdem wollen die Fraktionen prüfen lassen, ob bestehende und zukünftige Angebote zusätzlich besteuert werden können.
„Die Belastung der unmittelbaren Nachbarschaft viel genutzter Objekte ist mitunter erheblich. Außerdem haben wir Zweifel, ob wirklich alle Nutzungen ordentlich angemeldet und genehmigt sind. Dies soll bei den aktuell bestehenden Angeboten geprüft werden,“ erläutern die Fraktionsvorsitzenden.
In allgemeinen und reinen Wohngebieten bestehen für eine Nutzungsänderung von einer normalen Wohnung hin zu einer Ferienwohnung zur Kurzzeitvermietung erhebliche rechtliche Hürden. Ob für alle Ferienwohnungen solche Nutzungs-änderungen beantragt wurden, bezweifeln Kahsnitz und Hochhausen.