CDU Pulheim aktuell
Vierte Unterkunft an der Bernhardstraße – notwendige und verantwortungsvolle Entscheidung
06. Oktober 2026
Der Rat der Stadt Pulheim hat in seiner Sitzung am 6. Oktober 2026 mit deutlicher Mehrheit den Bau einer vierten Unterkunft am Standort Bernhardstraße in Brauweiler beschlossen.
Auch wenn die Zahl der nach Pulheim kommenden Geflüchteten derzeit rückläufig ist, bleibt die Stadt in der Verantwortung, ausreichende und vor allem menschenwürdige Unterbringungsmöglichkeiten für Geflüchtete und wohnungslose Menschen vorzuhalten. Gleichzeitig müssen bestehende Provisorien dringend aufgegeben werden.
Mehrere der seit vielen Jahren genutzten Unterkünfte im Pulheimer Zentralort haben inzwischen das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Dies betrifft insbesondere ältere Containeranlagen sowie das ehemalige Hallenbad, das bisher auch als Notunterkunft genutzt wird. Eine dauerhafte weitere Nutzung dieser Einrichtungen ist weder den dort lebenden Menschen zuzumuten noch angesichts des baulichen Zustands verantwortbar. Auch das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises hat bei einer Begehung erhebliche Mängel festgestellt, die nicht mehr sanierbar sind.
Die Entscheidung für die vierte Wohneinheit an der Bernhardstraße ist deshalb ausdrücklich nicht allein vor dem Hintergrund aktueller Flüchtlingszahlen zu betrachten. Sie ist Bestandteil eines Gesamtkonzepts, mit dem alte und nicht mehr vertretbare Unterkünfte aufgegeben und gleichzeitig ausreichende Kapazitäten für eine menschenwürdige Unterbringung erhalten werden sollen.
Die vierte Einheit an der Bernhardstraße übernimmt bis zum 30.12.2030 in der strategischen Gesamtplanung eine wichtige Brückenfunktion: Sie schafft die notwendige Kapazität, um marode Standorte aufgeben und gleichzeitig die Zeit bis zur Fertigstellung neuer Unterkünfte unter anderemauf der Reiherwiese überbrücken zu können. Damit wird verhindert, dass aus kurzfristigem Unterbringungsdruck heraus erneut provisorische Lösungen geschaffen werden müssen.
Hinzu kommt ein weiterer wesentlicher Aspekt: Der Standort Bernhardstraße ist perspektivisch für die schulische Nutzung vorgesehen. Im Zuge des Neubaus der Richezaschule soll die Anlage als Interimsstandort für den Schulbetrieb dienen. Die vorhandenen Gebäude bieten grundsätzlich die Möglichkeit einer entsprechenden Umrüstung; die notwendige Infrastruktur am Standort ist bereits vorhanden.
Damit verbindet die jetzt beschlossene Investition mehrere kommunale Aufgaben sinnvoll miteinander: Kurz- und mittelfristig schafft sie die Möglichkeit, Menschen aus nicht mehr zumutbaren Unterkünften in angemessenen Wohnraum zu verlegen. Sie sichert zugleich die notwendige Übergangszeit bis zur Schaffung neuer Kapazitäten auf der Reiherwiese. Anschließend können die Gebäude an der Bernhardstraße im Rahmen des Masterplans für den Schulbetrieb genutzt werden.
Für die Entscheidung spricht darüber hinaus die Wirtschaftlichkeit. Aufgrund des bestehenden Rahmenvertrages kann die vierte Wohneinheit noch bis zum Jahresende zu vergleichsweise günstigen Konditionen erworben werden. Würde die Stadt auf diese Möglichkeit verzichten und zu einem späteren Zeitpunkt vergleichbare Kapazitäten neu beschaffen müssen, wäre mit deutlich höheren Kosten zu rechnen.
Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD, Michael Kahsnitz und David Hochhausen, dazu: „Wir wissen, dass die Entscheidung über weitere Unterkünfte insbesondere in Brauweiler kritisch diskutiert wird. Diese Bedenken nehmen wir ernst. Gleichzeitig dürfen wir nicht ausblenden, in welchem Zustand sich einige der bisherigen Unterkünfte befinden. Menschen dauerhaft in maroden Containern oder einem alten Schwimmbad unterzubringen, kann keine verantwortbare Lösung sein. Mit der vierten Einheit schaffen wir Ersatz für auslaufende Unterkünfte und sichern zugleich den Übergang, bis auf der Reiherwiese neue und zeitgemäße Kapazitäten zur Verfügung stehen. Danach können die Gebäude an der Bernhardstraße für unsere Schulen genutzt werden. Diese Kombination ist aus unserer Sicht sozial verantwortlich, planerisch sinnvoll und wirtschaftlich vernünftig.
Die Entscheidung schafft damit keine zusätzlichen Kapazitäten um ihrer selbst willen. Sie ist Teil einer klaren zeitlichen und städtebaulichen Perspektive: marode Provisorien aufgeben, kurzfristig eine verlässliche und menschenwürdige Unterbringung sicherstellen, auf der Reiherwiese dauerhaft gute Unterbringungsmöglichkeiten schaffen und die Gebäude an der Bernhardstraße anschließend einer schulischen Nutzung zuführen.“
Bild: Michael Kahsnitz
100 Gäste feiern den Tag der Deutschen Einheit in der Abtei Brauweiler
05. Oktober 2026Werner Theisen
Rund 100 Bürgerinnen und Bürger kamen am 3. Oktober zur traditionellen Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit im Kaisersaal der Abtei Brauweiler zusammen. Eingeladen hatten die CDU-Ortsverbände Brauweiler und Pulheim gemeinsam mit der CDU-Fraktion in der Landschaftsversammlung Rheinland.
Im Mittelpunkt stand die Festrede von Dr. Helmut Rönz, Leiter des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte. Unter dem Titel „Die Bonner Republik und die Deutsche Einheit“ widmete er sich einem zentralen Kapitel der deutschen Zeitgeschichte. Den musikalischen Rahmen gestaltete der Frauenchor Stommeln, der der Veranstaltung im historischen Kaisersaal eine festliche Atmosphäre verlieh.
Seit vielen Jahren bietet die gemeinsame Feierstunde Gelegenheit, an die deutsche Wiedervereinigung zu erinnern und die Bedeutung von Freiheit, Demokratie und Zusammenhalt zu würdigen. Auch 36 Jahre nach der Wiedervereinigung bleibt der 3. Oktober ein Anlass, die friedliche Überwindung der deutschen Teilung ins Bewusstsein zu rufen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die Veranstalter dankten Dr. Helmut Rönz für seinen Festvortrag, dem Frauenchor Stommeln für die musikalische Gestaltung. Ein besonderer Dank galt der Jungen Union Pulheim, die sich um die Bewirtung der Gäste kümmerte.
Herzliche Einladung zur Festveranstaltung
30. September 2026Werner Theisen
Seit 1991 begehen die CDU-Ortsverbände Pulheim und Brauweiler den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober mit einer besonderen Festveranstaltung in der Abtei Brauweiler. Damit erinnern sie jedes Jahr an einen der glücklichsten Tage der deutschen Geschichte und an die Wiedervereinigung unseres Landes.
In den vergangenen Jahrzehnten haben zahlreiche prominente Persönlichkeiten im Kaisersaal der Abtei Brauweiler über die Bedeutung der Deutschen Einheit, ihre historischen Voraussetzungen und die daraus erwachsende Verantwortung für Gegenwart und Zukunft gesprochen.
Auch in diesem Jahr laden die CDU-Ortsverbände Pulheim und Brauweiler herzlich ein zur
Festveranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit
Samstag, 3. Oktober 2026, 11.00 Uhr
Kaisersaal der Abtei Brauweiler
Die Festrede hält Dr. Helmut Rönz, Leiter des LVR-Instituts für Landeskunde und Lehrbeauftragter für Geschichte der Neuzeit in Bonn und Aachen.
Die CDU-Ortsverbände Pulheim und Brauweiler freuen sich auf zahlreiche Gäste und auf eine würdige gemeinsame Erinnerung an die Deutsche Einheit.
28. Benefizkonzert der Senioren Union für Hospiz Pulheim e.V.
28. September 2026Werner Theisen
Zum 28. Mal veranstaltete die Senioren Union Pulheim am 27. September im Pfarrsaal von St. Kosmas und Damian ihr Benefizkonzert zugunsten von Hospiz Pulheim e. V. Zum zweiten Mal lag die Leitung der Veranstaltung in den Händen der stellvertretenden Vorsitzenden Gerlinde Burmeister.
Ins Leben gerufen wurde diese Veranstaltungsreihe vor vielen Jahren vom damaligen Vorsitzenden Siegbert Renner. Seitdem wurde sie regelmäßig fortgesetzt und ist zu einer festen Tradition geworden. Im Laufe der Jahre konnte die Senioren Union dem Hospizverein bereits einen hohen fünfstelligen Spendenbetrag für seine wichtige Arbeit übergeben. Auch in diesem Jahr zeigten sich die Besucher sehr großzügig: Fast 3.000 Euro kamen an Spenden zusammen.
Nach der Begrüßung der Gäste und Ehrengäste, darunter der Bundestagsabgeordnete Georg Kippels und die stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Rehmann, stellte der Vorsitzende von Hospiz Pulheim e. V., Dr. Wolfgang Lerch, die Arbeit des Vereins vor. Er berichtete über die Aufgaben und Ziele der Hospizbewegung. Die Spenden werden unter anderem für die Ausbildung und Schulung der ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter eingesetzt.
Das von Gerlinde Burmeister zusammengestellte Unterhaltungsprogramm begann mit „Kölschen Verzällcher“ von Werner Theisen. Den Abschluss bildete eine schwungvolle Vorführung der American Line Dance Gruppe des PSC Pulheim.
Der Höhepunkt des Nachmittags war jedoch der mehr als einstündige Auftritt von Willibert Pauels, dem bekannten „Bergischen Jung“. Humorvoll und zugleich nachdenklich unterhielt der Büttenredner und katholische Diakon die mehr als 200 Gäste. Mit Anekdoten, Geschichten und philosophischen Gedanken spannte er den Bogen zwischen rheinischem Humor, dem Leben und dem Tod. Dabei würdigte er besonders die Arbeit der Hospizbewegung.
Es war eine Sternstunde rheinischen Humors, verbunden mit tiefsinnigen Gedanken über das Leben. Langer und herzlicher Applaus war der verdiente Dank. Besonders bemerkenswert: Willibert Pauels trat ebenso wie alle anderen Mitwirkenden ehrenamtlich auf. So wurde der Nachmittag nicht nur zu einer gelungenen Veranstaltung, sondern auch zu einem starken Zeichen für Mitmenschlichkeit und ehrenamtliches Engagement.
Brunnenfest des Ortsverbands Pulheim 2026
22. September 2026
Auch in diesem Jahr lud der CDU-Ortsverband Pulheim wieder zu seinem traditionellen Brunnenfest ein. Am 5. September kamen Bürgerinnen und Bürger auf dem Pulheimer Marktplatz zusammen, um bei Essen und Getränken miteinander ins Gespräch zu kommen und einen geselligen Nachmittag zu verbringen. Das Brunnenfest bot dabei eine gute Gelegenheit für den persönlichen Austausch.
Mit eigenen Vertretern waren zudem die Pulheimer CDU-Vereinigungen Junge Union, Senioren-Union, Frauen Union und CDA vor Ort und trugen gemeinsam mit dem Ortsverband zum gelungenen Nachmittag bei.
Besonders freute sich der Ortsverband Pulheim, Bürgermeister Frank Keppeler auf dem Brunnenfest begrüßen zu dürfen. Sein Besuch unterstrich einmal mehr den besonderen Stellenwert des persönlichen Austauschs und des gemeinsamen Miteinanders vor Ort.
Nach erfolgreicher Organisation blickt der Ortsverband Pulheim bereits auf die kommenden Jahre: Auch künftig soll das Brunnenfest seinen festen Platz im Veranstaltungskalender des Ortsverbandes Pulheim behalten.
Gedenkfeier der CDU Pulheim
21. September 2026Werner Theisen
Seit mehr als 30 Jahren ist es eine gute und wichtige Tradition der CDU Pulheim, sich einmal im Jahr auf dem Friedhof in Geyen zu einer gemeinsamen Gedenkfeier zu versammeln. Dabei erinnern die Mitglieder an die Freundinnen und Freunde, die im vergangenen Jahr verstorben sind. Die Feier bietet die Möglichkeit, innezuhalten, gemeinsam Abschied zu nehmen und die Erinnerung an die Verstorbenen lebendig zu halten.
Die Gedenkfeier findet seit ihrer Begründung durch den damaligen Fraktionsvorsitzenden Ulrich Hollmann am Grab des früheren Bürgermeisters und Ehrenbürgers Willi Mevis statt. Dieser Ort hat für die CDU Pulheim eine besondere Bedeutung. Er erinnert nicht nur an eine wichtige Persönlichkeit der Stadtgeschichte, sondern steht auch für Verbundenheit, Verantwortung und den gemeinsamen Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger von Pulheim.
Die Feier beginnt traditionell mit feierlicher Trompetenmusik. Die Musik schafft eine ruhige und würdige Atmosphäre und gibt den Anwesenden Zeit, an die verstorbenen Freundinnen und Freunde zu denken. Anschließend folgt ein gemeinsames Gebet. Es soll Trost geben und daran erinnern, dass das gemeinsame Wirken und viele persönliche Begegnungen auch nach dem Tod nicht vergessen werden.
Ein weiterer wichtiger Teil der Gedenkfeier ist die Ansprache des Vorsitzenden Rafael Kriege. In seiner Gedenkrede erinnert er an die Menschen, die im vergangenen Jahr verstorben sind, und würdigt ihr Engagement, ihre Freundschaft und ihre Verdienste. Dabei wird deutlich, dass eine politische Gemeinschaft nicht nur aus Sitzungen, Diskussionen und Entscheidungen besteht. Sie lebt vor allem von den Menschen, die sich mit Zeit, Ideen und persönlichem Einsatz für andere engagieren.
Die jährliche Gedenkfeier ist deshalb ein Zeichen des Respekts und der Dankbarkeit. Sie verbindet die Erinnerung an die Vergangenheit mit dem Blick auf die Gegenwart und die Zukunft.
Am Ende der Feier steht seit vielen Jahren ein besonderes Versprechen: Auch im kommenden Jahr wollen sich die Mitglieder der CDU Pulheim wieder an diesem Ort treffen, um gemeinsam der verstorbenen Freundinnen und Freunde zu gedenken. Dieses Versprechen bildet einen stillen und zugleich verbindenden Abschluss der Gedenkfeier.
Das Ehrenmal im Barbarapark erstrahlt wieder
08. September 2026
Unweit des Rathauses der Stadt Pulheim, am Paul-Decker-Platz, befindet sich im heutigen Barbarapark ein besonderer Ort des Gedenkens. Der Park wurde ursprünglich 1879 von der Gemeinde Pulheim als Friedhof angelegt. Neben der Barbarakapelle befindet sich dort auch das Krieger- und Gefallenenehrenmal.
Die Barbarakapelle wurde nach dem Ersten Weltkrieg zu einem Erinnerungsort für die Gefallenen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie 1951 als Gedächtniskapelle für die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege sowie für die zivilen Opfer geweiht.
Der ehemalige Friedhof wurde im Zweiten Weltkrieg durch einen Luftangriff schwer beschädigt und später aufgegeben. Während einige historische Elemente an andere Stellen umgesetzt wurden, blieb das Ehrenmal als eigenständiger Gedenkort erhalten.
Bis heute ist es ein zentraler Ort des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Insbesondere am Volkstrauertag wird hier alljährlich der Gefallenen und Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.
Das vermutlich in der frühen Nachkriegszeit nach dem Ersten Weltkrieg errichtete Ehrenmal wurde nun fachgerecht gereinigt und die Inschrift sorgfältig aufgearbeitet. Damit ist dieser wichtige Pulheimer Gedenkort wieder in einem würdigen und ansprechenden Zustand.
(M. Kahsnitz)
Sommergrillen der CDA Pulheim mit Dr. Georg Kippels
06. September 2026Rafael Kriege
In geselliger Atmosphäre fand das diesjährige Sommergrillen der CDA Pulheim im Garten des Hubertushofs statt. Als Gast konnte Dr. Georg Kippels begrüßt werden, der als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit aus erster Hand über die aktuellen Herausforderungen und Reformvorhaben im Gesundheitswesen berichten konnte.
Ernst Gnoß: Verfolgter und Wegbereiter der Demokratie
13. August 2026Werner Theisen
Wer heute in Düsseldorf über die Ernst-Gnoß-Straße zum Landtag fährt, begegnet dem Namen eines Mannes, der den demokratischen Neubeginn in Nordrhein-Westfalen mitprägte. Ernst Gnoß war der erste Präsident des Landtags und später Wiederaufbauminister.
Der Sozialdemokrat wurde am 22. Juli 1900 in Styrum, heute Mülheim-Styrum, geboren. Er wuchs in einer Arbeiterfamilie auf, engagierte sich früh in der sozialistischen Jugend und arbeitete nach seiner Ausbildung als Schriftsetzer. Anfang der 1930er-Jahre war er journalistisch und für die SPD tätig.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verlor Gnoß seine Arbeit und beteiligte sich am sozialdemokratischen Widerstand. 1935 wurde er von der Gestapo verhaftet, misshandelt und später zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Erst 1939 kam er frei.
Nach dem Zweiten Weltkrieg engagierte sich Gnoß sofort wieder politisch. Am 2. Oktober 1946 wählte ihn der Landtag einstimmig zu seinem Präsidenten. Trotz seiner kurzen Amtszeit genoss er parteiübergreifend hohes Ansehen. Seine politische Erfahrung sowie seine Verfolgung während der NS-Zeit verliehen ihm besondere Glaubwürdigkeit.
1948 wurde Gnoß Wiederaufbauminister. Trotz gesundheitlicher Probleme arbeitete er mit großem Einsatz weiter. Nach einem Zusammenbruch begab er sich wegen eines Lungenleidens zur Behandlung nach Davos. Dort starb Ernst Gnoß am 12. März 1949 nach einem medizinischen Eingriff. Er wurde nur 48 Jahre alt.
CR Landtag intern
**65 Jahre Mauerbau: Erinnerungen an die deutsche Teilung**
12. August 2026
Am 13. August 1961 begann die DDR mit dem Bau der Berliner Mauer. Fast drei Jahrzehnte trennte sie nicht nur eine Stadt, sondern auch Familien, Freunde und zwei deutsche Staaten. Die DDR bezeichnete die Mauer als „antifaschistischen Schutzwall“. Tatsächlich sollte sie vor allem verhindern, dass weitere Menschen das Land verließen. Zahlreiche Menschen kamen bei Fluchtversuchen ums Leben.
Zum 65. Jahrestag erinnern die Medien mit mehreren Dokumentationen an diese historische Zäsur. Dabei geht es zunächst um die Vorgeschichte: die massenhafte Flucht aus der DDR, den Konflikt zwischen Ost und West und die geheime Vorbereitung des Mauerbaus. Auch die Reaktion des Westens und die Gefahr einer weiteren Eskalation des Kalten Krieges werden beleuchtet.
Im Mittelpunkt stehen zudem Menschen, deren Leben von der Teilung geprägt wurde. Zeitzeugen berichten vom Alltag zwischen Ost und West, von Fluchtversuchen und besonderen Möglichkeiten, die Grenze zu passieren. Weitere Beiträge zeigen die Sicht ehemaliger DDR-Grenzsoldaten sowie das Schicksal politischer Gefangener. Das frühere Gefängnis in Cottbus ist heute ein Menschenrechtszentrum, in dem ehemalige Häftlinge an das erlittene Unrecht erinnern.
So entsteht ein vielschichtiger Blick auf die deutsche Teilung – und darauf, wie tief ihre Folgen in das Leben ganzer Generationen eingriffen.
Deshalb müssen wir regelmäßig an diesen gravierenden Vorgang erinnern. Das Wissen über das durch die DDR begangene Unrecht darf nicht untergehen.